Ein Ort des Erinnerns: Neunte Klassen in der KZ-Gedenkstätte Dachau
icon.crdate10.03.2026
Am 05. März besuchten die beiden Lerngruppen der Jahrgangsstufe 9 der FKG die KZ-Gedenkstätte Dachau. Dort konnten sie das, was sie im Geschichtsunterricht bislang nur in der Theorie anhand von Bildern, Videos und Schriftquellen kennengelernt hatten, an einem historischen Ort nachvollziehen.
Am 05. März besuchten die beiden Lerngruppen der Jahrgangsstufe 9 der FKG die KZ-Gedenkstätte Dachau. Dort konnten sie das, was sie im Geschichtsunterricht bislang nur in der Theorie anhand von Bildern, Videos und Schriftquellen kennengelernt hatten, an einem historischen Ort nachvollziehen.
Das Konzentrationslager Dachau wurde bereits 1933, kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten, errichtet und war eines der ersten Konzentrationslager des NS-Regimes. In den folgenden Jahren wurden hier über 200.000 Menschen aus ganz Europa inhaftiert. Viele von ihnen wurden aus politischen, religiösen oder rassistischen Gründen verfolgt. Zehntausende überlebten die Haft im Lager nicht. Die Dunkelziffer ist hoch.
Während zweier Führungen über das Gelände der heutigen Gedenkstätte erhielten die Schüler*innen Einblicke in den Alltag der Gefangenen. Sie sahen unter anderem den Appellplatz, auf dem die Häftlinge täglich stundenlang antreten mussten, sowie rekonstruierte Baracken, die einen Eindruck von den Lebensbedingungen im Lager vermitteln. Anhand verschiedener Beispiele wurde deutlich, welche Menschen von den Nationalsozialisten als „Häftlinge“ inhaftiert wurden und unter welchen unmenschlichen Bedingungen sie Zwangsarbeit leisten mussten.
Die Grausamkeit und Skrupellosigkeit des NS-Regimes wurde dadurch auf eindrückliche Weise greifbar. Eine Frage beschäftigte die Schülerinnen während der gesamten 2,5-stündigen Führung besonders: Wie viel konnten die Anwohnerinnen Dachaus damals wissen? Warum hat kaum jemand etwas gesagt oder dagegen getan?
Diese Eindrücke werden die Schüler*innen in ihre Zukunft mitnehmen – als Erinnerung daran, wie wichtig es ist, hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und nicht zu schweigen, damit sich solche Verbrechen niemals wiederholen.



