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Berichte

Artikel vom 11.06.2018

KZ - Gedenkstätte Dachau

 

Am 05. Juni 2018 besuchte die Lerngruppe 9b der Friedrich-Kammerer-Gemeinschafsschule, die Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau.

Früh morgens am Dienstag den 05. Juni fuhren wir, im Rahmen des Geschichtsunterrichts, zusammen mit unserem Lerngruppenleiter Herr Holz und Frau Schütz mit der Bahn um 05:55Uhr nach Stuttgart-Hauptbahnhof. Von dort aus sind wir mit dem ICE über Ulm nach München gefahren. In München mussten wir noch eine kurze Strecke mit dem Regionalzug nach Dachau fahren und anschließend mit dem Linienbus weiter zur Gedenkstätte des Konzentrationslagers. Am Eingang des ehemaligen Konzentrationslagers bekamen wir Audioguides, von denen wir vor Ort über Gebäude und Orte Informationen erhielten, Zeitzeugen ergänzten die Informationen mit Hörbeitragen, welche die schreckliche Realität im Lager aufzeigten. Auf dem Gelände selbst durfte man in nachgebaute Baracken gehen, um sich selbst ein Bild, von den damaligen Schlaf- und Waschräumen machen zu können. Insgesamt gab es 30 Baracken, allerdings waren zwei nachgebaut und von den restlichen standen nur noch die Fundamente. Zwischen den Baracken war ein langer breiter Weg, der links und rechts viele große Bäume stehen hatte, wie eine Allee. Im hinteren Teil des Geländes gibt es verschiedene Möglichkeiten der Verstorbenen und Inhaftierten zu gedenken, die katholische Todesangst-Christi-Kapelle. Vor dieser Kapelle befindet sich eine Glocke die jeden Tag zum Gedenken an die Toten um 15 Uhr läutet. Eine jüdische Gedenkstätte, eine evangelische Versöhnungskirche und eine russisch-orthodoxe Auferstehungskapelle sind ebenfalls auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers zu finden. Etwas abgelegen befand sich der Krematoriumsbereich mit dem Block X, ein großes Gebäude mit einer Gaskammer und Öfen. Er wurde als zusätzliches Krematorium gebaut, weil das ursprüngliche Krematorium zu klein war. Im ersten Raum war der sogenannte Warteraum, dann ging es durch eine andere Tür in den nächsten Raum, den Auskleideraum. Über der nächsten Tür stand Brausebad, die Gaskammer. Die Decke war sehr niedrig und in ihr waren große Löcher, durch die das Gas kam. Nach der Gaskammer kamen 4 Öfen, in denen die Toten verbrannt wurden. Im Raum mit den Öfen, wurden ebenfalls viele Häftlinge des KZ Dachau erhängt. Es war ein sehr unangenehmes und zugleich trauriges Gefühl vor den Öfen zu stehen und zu wissen, dass hier in Dachau 41.500 Menschen ums Leben kamen. Insgesamt gibt es auf dem Gelände 4 Wachtürme und das Wirtschaftshaus, in dem sich das heutige Museum befindet. Vor dem Wirtschaftshaus ist ein Mahnmal mit vielen abgemagerten Menschen. Davor befindet sich der große Appellplatz, dort gibt es keinen Schatten. Es war erschreckend zu erfahren, dass auf diesem Appellplatz Häftlinge teilweise 20 Stunden barfuß stehen mussten, entweder in praller Hitze oder im Schnee bei Minustemperaturen. Hinter dem Wirtschaftshaus war ein großer Bunker, indem Häftlinge saßen, die gegen die Regeln verstoßen hatten. In einer solchen engen dunklen Zelle zu sitzen, war Folter für die Psyche, jeden vierten Tag gab es warmes Essen.

Es war eine interessante und erschreckende Erfahrung, das alles mal zu sehen, was wir mehrere Wochen im Geschichtsunterricht besprochen hatten. Es gab viele Emotionen von schockiert, über traurig, bis Hass auf die damaligen Machthaber. Man kann das, was damals in Dachau passiert ist, immer noch nicht fassen, weil das alles unfassbar war. Durch den Besuch im Konzentrationslager Dachau, haben wir viel gelernt und können uns jetzt die damalige Situation besser vorstellen. Gegen 15:30Uhr fuhr unser ICE von München wieder zurück nach Stuttgart-Hauptbahnhof und um 18:34 Uhr waren wir zurück in Ehningen. Wir möchten uns noch beim Förderverein der Friedrich-Kammerer-Gemeinschaftsschule für die finanzielle Unterstützung bedanken, welche uns diesen erlebnisreichen Tag ermöglicht hat.

Julia Kindler 9b